Energiekonzept Sporthalle und Schulgebäude in Wiesbaden

Es war vorgesehen, das Gebäude im Passivhausstandard zu errichten. Um den hygienischen Luftwechsel zu erreichen, ist eine Lüftungsanlage notwendig. Die neben dem Gebäude befindliche Freifläche eignet sich sehr gut für die Verlegung eines Luft-Erdwärmetauschers. Im Sommer kann dieser die Kühle des Erdreiches zur Vorkonditionierung der Lüftung nutzen und umgekehrt im Winter die Wärme des Erdreiches. Die Zuluft wird über die im Klassenzimmer befindlichen Sitzmöglichkeiten am Fensterbereich, eingeblasen. Die Abluft wird oberhalb der Räume, über Abluft-Kanäle, die sich in den Schrankelementen bzw. in den abgehängten Flurdecken befinden, abgesaugt. Die Warmwasserbereitung in der Grundschule erfolgte dezentral. Die Warmwasserversorgung der Turnhallen, wird über 4-5 auf dem Dach befindlichen Solarkollektoren die auf einen Pufferspeicher einbinden, abgesichert. Für die WC' s in der Schule und in den Turnhallen ist eine Regenwassernutzung über eine Zisterne vorgesehen.
IPH Selzer Ingenieure errichtet einen Lehr- bzw. Informationspfad für die Schüler, wo ersichtlich wird wie das Gebäude mit seiner Technik „funktioniert“. Auf diesem Wege können bereits die Grundschüler einen umweltschonenden Einsatz von Energie vermittelt bekommen.

Kurzportrait

Im Rahmen eines Architekturwettbewerbes erstellte IPH ein Energiekonzept für den Neubau der Grundschule und der Turnhalle Prüfening. In der Konzeption wurde eine Sole/Wasserwärmepumpe zur Deckung der Grundlast und ein Gasbrennwertheizkessel für die Spitzenlast vorgesehen. Ein weiterer Gedankenpunkt im Energiekonzept war die Wärmeverteilung im Gebäude über Betonkernaktivierung. Über die reversiblen Wärmepumpen können die Decken im Sommer so auch zum Kühlen genutzt werden.

download als PDF print