Kurzportrait
Für den Tower der Deutschen Flugsicherung am Standort Hannover wurde die bestehende Wärmeversorgung grundlegend modernisiert, um den zukünftigen Anforderungen an Energieeffizienz (65% Anteil erneuerbarer Energie laut GEG) und Versorgungssicherheit gerecht zu werden. Im Zuge der Maßnahme wird die bisherige Wärmeerzeugung durch ein hybrides System aus Wärmepumpentechnik und bestehendem Spitzenlastkessel ergänzt. Darüber hinaus werden Anpassungen an der Warmwasserbereitung sowie an der Kälteversorgung vorgenommen.
Hybride Wärmeversorgung/ Trinkwarmwasserbereitung
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe 44 kW und Luft-Wasser-Wärmepumpe 88 kW, beide mit natürlichem Kältemittel Propan (R290), Vorlauftemperaturen bis 65 °C.
- Weiterbetrieb des Gas-Brennwertkessels 130 kW als Spitzenlast- und Redundanzkessel.
- Zentraler Pufferspeicher 3.500 l zur effizienten Verteilung auf bestehende Heizkreise und Lüftungsanlagen
- Trinkwarmwasserbereitung über moderne Frischwasserstation
Kälteversorgung und Abwärmenutzung:
- Anbindung der Wasser-Wasser-Wärmepumpe an den Rücklauf des bestehenden Kaltwassernetzes zur Nutzung von Abwärme Potenzialen.
- Zusätzlicher Kaltwasserspeicher 2.000 l zur hydraulischen Entkopplung zwischen Kältenetz und Wärmepumpe.
Fazit:
Das modernisierte Versorgungskonzept für den DFS-Tower Hannover kombiniert effiziente Wärmepumpentechnik mit der bestehenden Kesselanlage und nutzt Abwärme aus dem Kaltwassernetz. Durch zentralen Pufferspeicher, Frischwasserstation und hydraulisch optimierte Einbindung werden Energieeffizienz und Betriebssicherheit deutlich erhöht und eine zukunftssichere, förderfähige Wärme- und Kälteversorgung geschaffen.



